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Dättlikon, 15.2.2010
Yves hat
sich verletzt!
Wie weiter in St. Moritz? Die Nachrichten über
die Vorfälle im und rund ums Skikjöring überschlagen sich derzeit und werden
laufend überboten. Zum Bericht von Markus Monstein auf www.horseracing.ch möchte ich gar nicht
mehr hinzufügen. Trotz Befangenheit (wurde aufgrund seiner spitzigen Feder
als Kommentator in St. Moritz abgesetzt!) schreibt er erstaunlich objektiv. Wie die meisten Fahrer
kämpfte auch ich mit dem Material! Mir ging der äussere Zügel auf. Wo genau
kann ich nicht sagen, doch flog er mir bei der zweiten Tribünenpassage um den
Kopf! Danach war steuern schwierig und trotzdem musste ich um Harald
Kronseder und Franco Moro kurven, wie sich vor mir verhädert haben. Abu
Ardash, mein treuer und kämpferischer Begleiter, half mir dabei ohne äussere
Anlehnung nur mit etwas Druck aufs Geschirr vorbei zu kommen. Als ich im
Einlauf dann auch noch um Habanita und Christian Hebeisen kurven bzw. mich
ziehen lassen musste, bedurfte es schon der grossen Fairness von Christian,
der voll in die Eisen ging (soweit möglich), um einen Unfall mit mir zu
verhindern. Im Klassement wurde ich 2. im Rennen und 3. in der Gesamtwertung.
Sportlich zählte es aber wenig! Vielen Dank an Christian Hebeisen, der sich
sehr sportlich verhalten und Horsemenship gewiesen hat. Anschliessend erlebte
ich das blanke Chaos. PR-Vertreterinnen von Sponsoren und von White Turf
wollten Infos (wohl von Ruedi Fopp). Einige Zuschauer waren richtig gehend
geschockt vom Unfall gleich vor der Tribüne, wo Tilman Pass Pferd das Bein
gebrochen hat und offenbar sehr lange auf die Erlösung warten musste. Auch
meine Familie musste das Trauerspiel anschauen! Dann die hysterische
Besitzerin des Pferdes, welche herum schrie und aufs Siegerpodest stürmte
(übrigens eine der Besitzer- und Trainerinnen, die am 2. Sonntag Ihr Pferd
laufen liess!!!). Chaos pur. Ich gestand White Turf bislang immer höchste
Professionalität zu, doch an diesem Sonntag sahen sie sehr schlecht aus. Wichtig ist, dass die
Fehler aufgearbeitet werden. Fehler können immer passieren, doch muss offen
und ehrlich mit den Problemen umgegangen werden. Ich und auch andere Fahrer
haben sich von Beginn an kritisch zu den neuen Geschirren geäussert. Die
seien getestet worden hiess es! Mich nimmt nur wunder wie und wo! Es kann auf
jeden Fall nicht sein, dass weiterhin im stillen Kämmerchen Material
entwickelt wird ohne die Aktiven oder die Verbände mit einzubeziehen. Ich
verweise auf mein Statement von vor einer Woche! Die Skikjöringkommission
soll alle Kompetenzen an Galopp Schweiz ab- bzw. zurück geben und nur noch
beratend wirken. Galopp Schweiz soll sich der Verantwortung stellen und die
Sache übernehmen. --------------------- St. Moritz, 15.2.2009 Horseman oder Showman? Diese Frage musste sich am 2. White Turf Renntag jeder Teilnehmer
im Skikjöring selbst stellen. Die Situation war wie folgt: Um 12.00 Uhr
inspizierten die Rennleitungen (Trab und Galopp) die Rennbahn und testeten
deren Geläuf mit einer schweren Eisenstange. Bereits im Meiereibogen waren
einige tiefe Stellen feststellbar. Auf der Gegenseite dasselbe Bild.
Wesentlich gravierender waren jedoch die teils sehr grossen Wassereinschüsse
auf der Gegenseite, welche starke Vereisungen mit sich brachten. Diese
Vereisungen führten zu Senkungen (bis zu 30 cm) und lagen zwischen 9 (Mitte
Gegenseite) und 6 Meter (Ende Gegenseite) von der Innenreals. Die Rennleistungen von Trab und Galopp entschieden schnell und
sachlich: Keine Rennen hier durch! Alle Rennen sollen auf der geraden Bahn
gelaufen werden. Für Skikjöring hingegen ist die lokale Skikjöring-Kommission
zuständig, deren Exponenten sich etwas später auch dazu gesellten. Diese
Entschied 10 Minuten später: erschwerte Bedingungen, das Rennen wird aber
gelaufen! Es stellt sich nun die Frage, warum es für Galopper und v.a.
auch für Traber zu gefährlich ist, für Skikjörings jedoch nicht!
Selbstverantwortung war nun gefragt, weshalb es zu 6 Nichtstarter kam,
darunter wichtige Favoriten. In Absprache mit Trainer Karl Klein entschieden
auch wir nicht zu starten, den Horsemanship steht für uns im Vordergrund. Warum hat die Skikjöringkommission so entschieden? Es kann nur
spekuliert werden, doch scheint der (eigene oder äussere?) Druck auf den
Entscheidungsträgern gross gewesen zu sein das Rennen durchzuführen, nachdem
bereits am 1. Sonntag nach dem Sturz von 2 Trabern an derselben Stelle nicht
gelaufen werden konnte. Hier kommen wir zum Kern des Problems: Die
Skikjöringkommission ist nicht unabhängig und zu nahe an der White Turf Ass.,
dem Veranstalter. Dieser Punkt muss geprüft und hinterfragt werden, denn er
kann unserem schönen Sport schaden. Gerade für unpopuläre Entscheide bedarf
es grösst möglicher Unabhängigkeit und die muss gewährleistet werden. Im
Galopp- und Trabrennsport ist man sehr darauf bedacht und tritt unter Umständen
sogar in den Ausstand! Es geht aber auch um den Schutz der Aktiven und der Pferde.
Aufgrund des wenig verantwortungsvollen Entscheids wurde von einigen
Teilnehmern auf den Rückzug von starken Gegnern spekuliert! In der Tat ging
das Risiko mit weniger Teilnehmern natürlich auch stark zurück und
glücklicherweise passierte schlussendlich nichts. Das Spekulieren auf das
Horsemenship von anderen und dann selbst, allenfalls getrieben von ungesundem
Ergeiz mit dem Risiko Pferde zu verletzen, dürfte nicht sein. Sportlich hätte es auch die Variante einer Teilung des Feldes
gegeben in eine 1. Und 2. Abteilung. Sollten am kommenden Sonntag wieder
ähnliche Verhältnisse herrschen, müsste man diese Variante sicherlich
eingehend prüfen. Ich plädiere grundsätzlich aber für mehr Unabhängigkeit in der
Rennleitung der Skikjörings. Ein Thema dem sich Galopp Schweiz und allenfalls
der SPV annehmen sollten. Ich attestiere allen beteiligten Personen grosse
Fachkompetenz und nur die besten Absichten. Trotzdem ist es schwierig zwei
Herren zu dienen! --------------------- Marbella (Sp),
14.2.2009 In einer Kampfwahl wurde Yves von Ballmoos als Vorstandsmitglied
der FEGENTRI anlässlich der Generalversammlung in Marbella wiedergewählt.
------------------ Dättlikon, 28. Dezember 2008 Abu Ardash und Yves von Ballmoos sind am White Turf 09 wieder
ein Team! Stall Kildare Racing Manager Carl Brauch bestätigte: Abu Ardash
und Yves sind auch an den Skikjörings 2009 ein Team und werden versuchen, den
begehrten Titel des Königs des Engadings wie 2005 wieder zu gewinnen. Wie in den vergangenen Jahren kann Yves von Ballmoos auf die bewährte und professionelle Unterstützung von HEAD zählen. ------------------- Zürich,
Hirslanden-Klinik, 15. August 2008 Unser 2. Sohn Gian von Ballmoos ist auf die Welt
gekommen. Mariann, Andri und Yves sind überglücklich.
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